
Mit den Crossfade-Parametern überblendest du zwischen gelayerten Samples (im EXS24 mkII als Zonen bezeichnet) mit zusammenhängenden Velocity-Bereichen.
Wenn du ein Sample einer Zone zuordnest, kannst du den niedrigsten und den höchsten MIDI-Noten-Velocity-Wert einstellen, zwischen denen diese Zone ausgelöst wird. Der Bereich zwischen diesen beiden Werten ist der Velocity-Bereich der Zone. Du kannst Zonen (also unterschiedliche Samples) auf derselben Keyboard-Note layern und die verschiedenen Samples durch Spielen mit unterschiedlicher Velocity (also Anschlagstempo) auslösen. Ein Beispiel: Angenommen, du hast zwei Samples (Zone 1 und Zone 2) auf der MIDI-Note A#2 gelayert.
Zone 1 ein Sample einer Snaredrum, die nicht ganz mittig mit geringer Kraft angeschlagen wurde. Zone 1 ist einem MIDI-Noten-Velocity-Bereich von 24 bis 90 zugewiesen.
Zone 2 ist ein Sample einer Snaredrum, die mittig und hart angeschlagen wurde. Zone 2 ist einem Velocity-Bereich von 91 bis 127 zugewiesen.
In diesem Beispiel grenzen der Maximalwert des Velocity-Bereichs von Zone 1 und der Minimalwert des Velocity-Bereichs von Zone 2 direkt aneinander. Wenn du die Note A#2 mit Velocity-Werten über und unter dem Wert 90 spielst, hörst du deutlich, dass je nach Velocity immer eines dieser beiden Samples ausgelöst wird. Möchtest du den Übergang weniger abrupt machen, verwende die Crossfade-Parameter, um sanft zwischen den beiden Zonen zu überblenden. Wenn du mit völlig unterschiedlichen Samples in zusammenhängenden Zonen arbeitest, kannst du mithilfe der Überblendfunktion sehr realistische Sampler-Instrumente erzeugen.

Feld „Amount“: Erweitere den Velocity-Umfang aller Zonen durch Anwenden eines identischen Werts auf alle Layer-Zonen. Die Überblendung findet im erweiterten Bereich des Velocity-Umfangs statt. Wenn der Parameter „Amount“ auf „0“ eingestellt ist, schaltet der EXS24 mkII zwischen den Zonen um.
Einblendmenü „Type“: Wähle den Kurventyp für deine Velocity-Crossfades.
dB lin (dB linear): Eine logarithmische Kurve, die gleichmäßig zwischen den Zonen überblendet
linear (gain linear): Eine konvexe Crossfade-Kurve mit einer schnellen Lautstärkeabnahme gegen Ende
Eq. Pow (equal power): Eine nichtlineare Kurve mit einer schnellen Lautstärkezunahme am Beginn des Fades. Dies ist nützlich, wenn während deines Crossfades die Lautstärke abzufallen scheint.
Du kannst eine kontinuierliche Modulationsquelle, z. B. das Modulation Wheel, das Sample Select zugewiesen ist, verwenden, um zwischen gelayerten Samples mit unterschiedlichen Velocity-Bereichen zu wechseln. Passe die Intensität der Crossfades an, um weiche Übergänge zwischen den Layern zu erzeugen.
In einem Instrument, das verschiedene Samples enthält, die unterschiedlichen Velocity-Layern zugeordnet sind:
Wähle „S. Select“ aus dem Einblendmenü „Destination“ in einem nicht verwendeten Modulations-Routing.
Wähle im Einblendmenü „Source“ eine Modulationsquelle aus, z. B. MIDI Controller 1, das Modulationsrad.
Lege für „Xfade Amount“ einen Parameterwert fest, der die weichsten Übergänge zwischen den Layern ermöglicht. Alternativ kannst du einen Wert wählen, der abrupt zwischen den Sample-Layern wechselt.
Lege den Xfade-Typ fest, der für den gewünschten Wechsel zwischen den Instrument-Sample-Layern am besten geeignet ist.